Wissen ist Macht

„Wissen ist Macht“, ist eine vielbenutzte Redewendung im Deutschen. Sie trifft meiner Meinung nach eine Kernkompetenz des Schreibens: Ein breit gefächertes Allgemeinwissen ist unerlässlich.

Warum?

Eine Geschichte ist für gewöhnlich realitätsnah gehalten (abgesehen von Ausnahmen im Fantasy und Science-Fiction- Bereich).
Das heißt für uns als Schriftsteller, dass wir ein gewisses Wissen benötigen, um diese Realität glaubhaft darzustellen.

Beispiel:

Unser Held ist in seinem Haus an den Strom angeschlossen. Wenn irgendjemand im Haus das Licht einschaltet, fahren 230 Volt durch den Körper unseres Protagonisten. Er wird folglich sterben.

Der Bösewicht hat jedoch einen Fehler gemacht: die Leitungen sind abisoliert, der Draht hat also keinen Kontakt mit dem Körper.

Was hat das mit Allgemeinwissen zu tun?
Wenn man jetzt nicht weiß, dass Gummi ein Nichtleiter ist, wird der Held in der Geschichte trotzdem sterben.
Der Leser wird dass Buch enttäuscht zuklappen und den Autor als Dummkopf verfluchen.
Traurig aber wahr.

Und alles nur, weil wir nicht nachgeschaut haben, ob diese Szene funktioniert. Uns fehlte das Allgemeinwissen.

A propos Allgemeinwissen: Weißt du, von wem das Zitat „Wissen ist Macht“ stammt?
Es ist von Francis Bacon, einem englischen Philosophen.

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