Wie man einen Konflikt konstruiert

Katharina Wieland Müller/pixelio.de
Katharina Wieland Müller/pixelio.de

Ein Konflikt ist das Zentrale des Romans. Ein Konflikt wirft die Welt des Protagonisten um, zwingt ihn zu Entscheidungen, zwingt ihn zu handeln. Solche Konflikte sind eigentlich überall zu finden – wenn man weiß, wie man sie konstruiert. Hier eine Möglichkeit dazu:

Schritt 1: die Ausgangssituation

Überlege dir, in welcher Situation sich dein Held derzeit befindet. Ist er verliebt? Passt alles? Erfolgreich im Beruf, gesund?

Schritt 2: Suche dir das hervorstechendste Merkmal heraus.

Welche Faktoren der Ausgangssituation bedeuten dem Protagonisten am meisten? Sein Hund? Seine Gesundheit, sein Beruf?

Schritt 3: Nimm es ihm!

Konstruiere eine Situation, in der dein Protagonist das Merkmal verliert, dass ihm so viel bedeutet.

Schritt 4: Schreib deine Story!

Jetzt hast du einen grundsätzlichen Konflikt, um den du eine Geschichte bauen kannst. Viel Spaß 😉

Beispiel:

Schritt 1:

Mein Protagonist ist ein erfolgreicher Chirurg, der absolut zufrieden mit seinem Leben ist. Er ist ein Arbeitsjunkie, der im Krankenhaus so gut wie lebt.

Schritt 2:

Seine Arbeit bedeutet ihm am meisten

Schritt 3:

Er wird bei einem Überfall angeschossen und kann seine rechte Hand nicht mehr richtig kontrollieren.

Schritt 4:

Er schwört Rache, und trainiert seine Hand, so lange, bis er wieder im OP stehen kann, ist aber nicht mehr so gut wie früher. Nebenbei sucht er nach dem Schuldigen. Dieser wird ein Jahr später als Patient eingeliefert und landet auf seinem OP-Tisch.

Prinzipiell kann man das mit mehreren Figuren machen, sodass man einen mehrsträngigen Plot erhält – das erfordert aber sehr sorgfältige Planung. Auf jeden Fall hast du jetzt ein Werkzeug in der Hand um Konflikte zu finden. Lass es krachen!

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