Wie du deine eigene Schriftstimme entwickelst

Gute Bücher sind fesselnd. Sie ziehen einen in ihren Bann und lassen den Leser erst los, wenn der Text zuende ist.

Doch warum? Warum gibt es Autoren, deren Texte so spannend sind, wohingegen man bei anderen einschläft?

Eine schwierige Frage denn ein Text respektive seine Wirkung werden von sehr vielen Faktoren beeinflusst.

Eine davon ist die „Stimme“, das unverkennbare, der Schreibstil des Autors. Und diese Stile sind individuell, werden von jedem Schriftsteller in harter Arbeit entwickelt.

Aber wie findet man seinen eigenen Stil?

Zum einen, der wohl beste Tipp: Schreiben, Schreiben und nochmal Schreiben!

Zum anderen: Mache dir bewusst was du erreichen willst und wie du es erreichen willst.

Kein Mensch liest einen Roman, in dem zwar Stadtstreicher die Hauptrolle spielen, aber wie Ärzte reden; es sei denn dieses Merkmal hebt eine einzelne Figur (die vorher vielleicht Arzt war?) von den anderen ab.

Wichtig ist auf jeden Fall über ein großes Vokabular zu verfügen – wer mehr Wörter zur Verfügung hat läuft weniger Gefahr, sich zu wiederholen.
Das ist eine Grundregel:

Je weniger Wortwiederholungen im Text, umso besser!

Aber zurück zur eigenen Stimme.
Jeder Autor hat bestimmte Eigenheiten: Manche lieben Neologismen, andere Ironie oder rethorische Fragen – wichtig ist, dass du dich mit dem Endprodukt wohlfühlst.

Das bedeutet, es ist sinnvoll sich mit Stilmitteln zu beschäftigen. Wenn man die rethorischen Figuren kennt fällt es einem immer leichter, sie einzusetzen.

Ein weiterer Tip: Kreuz und Quer lesen. Und zwar alles was einem in die Finger kommt. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen lernst du die verschiedenen Genres kennen und zum anderen kannst du dir von den verschiedenen Autoren etwas abschauen.

Konkret heißt das: Nimm ein Buch zur Hand, das du gerne liest und finde heraus, was am Schreibstil dir so gefällt.

Viele Aussagesätze? Viele Adjektive oder Metaphern? Wortspiele? Vielleicht benutzt der/die Autor/Autorin ein spezielles Sprachniveau das dir zusagt?

Diese Liste könnte man endlos weiterführen. Was am Ende zählt ist eines – Dass du deinen eigenen Stil findest.

Also leg los, finde deinen (schriftlichen) Sound!

Frohes Schaffen!

L.

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