Wie Alltagsgeschichten deinen Roman auflockern können

Im Normalfall ist der Alltag langweilig. Nicht, weil nichts passiert,  ganz im Gegenteil. Er ist einfach nur nicht wichtig genug,  die Konsequenzen haben weniger Gewicht.

Warum sollte man trotzdem ab und zu einen Blick hinter die Kulissen gewähren?

Bei manchen Romanen kann das sehr viel zur Tiefe des Charakters beitragen.

Ein gutes Beispiel dafür ist es, den Antagonisten einmal ein echtes Leben zu geben.
In den meisten Romanen ist der Bösewicht einfach nur fies. Allenfalls bekommt er noch ein Motiv verpasst und das wars dann.

Warum den Bösewicht nicht kontrovers in seinem anderen Leben als liebevollen Dackelzüchter darstellen?
Oder als fleissigen Kirchgänger?

Probier es mal bei deinem Bösewicht aus, du wirst sehen, bekommt sofort mehr Substanz, er wird tiefgründiger.

Gleiches beim Protagonisten. Haben Kommissare kein Privatleben?
Warum kein missglücktes Blinddate zeigen oder wie seine private Situation aussieht? Hat er Schulden? Dreck am Stecken?

Es gibt vielmehr interessante Dinge im Alltag als man glaubt, und sie alle beeinflussen die Meinung des Lesers zur Figur.

Natürlich ist das ganze genreabhängig. Ein Verschütteter in einer Höhle hat andere Sorgen als die Frage, ob er den Ofen ausgemacht hat.

Aber für Romane, die im Umfeld der Person spielen kann so etwas noch ein wenig mehr Pfiff hineinbringen.

Deine Meinung? :)