Was unsere Figuren motiviert

Die Motivation ist eine der Triebfedern des Romans. Hand aufs Herz – ohne Motivation würdest du nicht schreiben, oder?

Genau so verhält es sich mit den Figuren: Jede Handlung hat ihren Grund.

Warum will der Bösewicht die Weltherrschaft an sich reißen?

Aus welchem Grund will der Protagonist das verhindern?

Alles im Roman baut aufeinander auf. Aktion und Reaktion; die Handlungen der Figuren bilden eine Kausalkette, sie bedingen und beeinflussen sich gegenseitig.

Beispiel:

Der Bösewicht entführt ein fünfjähriges Kind mit Diabetes in Nordkorea.
Der Protagonist lebt in Deutschland, kennt das Kind nicht und weiß nichts von der Entführung. Schließlich liest er es in der Zeitung.

Es mag ihn vielleicht ergreifen, aber mehr auch nicht. Er wird nicht handeln, die Entführung hat keine Auswirkung auf ihn.

Ganz anders sieht es aus, wenn der Protagonist mit dem Kind verwandt ist (Onkel, Vater, o.ä.).
Dann besteht eine persönliche Verbindung; der Protagonist hat einen Grund, ja sogar eine Verpflichtung zu handeln.

Beispiel:

Der Bösewicht entführt ein fünfjähriges Kind mit Diabetes in Deutschland.
Der Protagonist lebt ebenfalls in Deutschland, ist der Onkel des Kindes und weiß um seinen Zustand. Er wird sofort aktiv und beginnt mit der Suche.

Wir sehen also: alles eine Sache der Zusammenstellung. In diesem Fall ist das treibende Motiv Liebe/Sorge.

Weitere starke Motive wären:

Negativ:

  • Angst

  • Hass

  • Gier

  • Sexuelles Verlangen

  • Neid/Eifersucht

  • Rache

Positiv

  • Wohltätigkeit

  • Freundschaft

  • Mitgefühl

  • Pflichtgefühl

Statte die Figuren mit solchen Motiven aus und ihre Handlungen sind begründet.

Jemand rächt sich, weil ihm zuvor etwas angetan wurde.
Hass hat ebenfalls einen Grund, beispielsweise durch Erniedrigung oder Betrug.

Merke:

Aktion und Reaktion.

Betrachte die anderen Motive. Allen (negativen zumindest) geht irgendein Auslöser voraus.

 

Frohes Schaffen,

L. […]

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