Warum Ungewöhnliches in Texten oft am besten funktioniert

Es gibt Unmengen von Geschichten auf dem Buchmarkt. Wirkliche Massen. Kein Scherz.

Es gibt also diese Mengen an Standardbüchern. Und dann gibt es noch Bücher, die sich abheben und kometenhaft die Bestsellerliste stürmen und einen nicht loslassen, einen fesseln.

Ich will die „gewöhnlichen“ Bücher nicht schlecht machen, keinesfalls! Viele sind hervorragend geschrieben und bieten wunderbaren Lesegenuss.

Aber sie spielen in einer anderen Liga.

Warum?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir unser Leseverhalten analysieren.
Warum und was lesen wir?

Die meisten Menschen lesen, weil sie der Realität entfliehen wollen.
Sei es auf dem Planeten Blingtron 200 in der Klongesellschaft  Gruf oder im Mittelalter mit den Abenteuern des Ritters Sir Edward Eisenlanze.

Wir gehen auf Mörderjagd mit Kommissar Kunibert oder stellen uns Monstern in der fiktiven Fantasywelt von Lok’dhar.

All diesen (übrigens erfundenen) Themen ist also eines gemein:
Der Autor entführt uns an fremde Orte in Abenteuer, die wir so nicht erleben würden.

Der Grund fürs Lesen ist also simpel. Abenteuerlust und Realitätsflucht, etwas das sich von unserem Alltagsleben unterscheidet.

Kurz: Ungewöhnliches.

Beispiel:

Die Tribute von Panem sind ein Wunderwerk an Ungewöhnlichem.
In den Büchern gehts es, kurz gesagt, um die Auflehnung der niederen Kaste gegen die Herrscherkaste in einer postapokalyptischen Welt.

So weit weniger außergewöhnlich.

Das Interessante ist die Umsetzung:
Das niedere Volk muss als Demutsgeste Kinder in eine Arena schicken, wo sie sich gegenseitig bis zum Tod bekämpfen um Nahrung für ihren Bezirk zu gewinnen.
Die Protagonistin meldet sich freiwillig, um ihre jüngere Schwester zu schützen und begründet so die Widerstandsbewegung gegen die Herrschaftsklasse.
Sie überlebt trotz aller Hindernisse und der Aufstand entwickelt eine Eigendynamik, viele Twists sorgen für Spannung.

Das zentrale Thema verschiebt sich also mit der Zeit: Vom Überlebenskampf der Protagonistin zu einem landesweiten Kampf für Freiheit.

Und das macht diese Bücher ungewöhnlich. Die Autorin schafft es, mit einer Person eine Angelegenheit von nationalem Interesse zu verknüpfen und bindet so den Leser an den Roman.

??? Wie kommst du auf Ungewöhnliches? Was ist für dich ungewöhnlich, was fesselt dich an einen Text? Hinterlasse einen Kommentar! 🙂

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4 Thoughts to “Warum Ungewöhnliches in Texten oft am besten funktioniert”

  1. Dein Textfeld macht mir Schwierigkeiten, es lässt sich nicht mit einem größeren Text befüllen. Daher ist meine Antwort auf meinem Blog:
    http://liebesromanleserin.blogspot.de/2013/06/gegen-den-strich-kaemmen.html

    1. Danke fürs Bescheid sagen,ich sehe, was ich machen kann 🙂

  2. I love your blog

    I have read this article and enjoyed it

Deine Meinung? :)