Warum Plots aus mehreren Ebenen bestehen sollten

Was ist besser als eine gute Geschichte? Richtig! Mehrere gute Geschichten. Und am allerbesten sind mehrere Geschichten, verpackt in einer.

Das ist ein sehr komplexer Ansatz, der sich aber in unheimlicher Tiefe und Dichte der Story auszahlt. Es gibt mehrere Vorgehensweisen, aber grob unterteilt kann zwischen mehrsträngigen Plots oder Mehrebenenplots unterscheiden.

Das bedeutet einfach nur, dass die Geschichte entweder mehrere Ebenen aufweist, oder aber mehrere Figuren im gleichen Zeitraum, miteinander zusammenhängende Ereignisse erleben.

Beispiel für mehrere Ebenen:

Ein Polizist muss einen Mordfall aufklären. Zufällig kommt zur gleichen Zeit sein Vater zu Besuch, um mit ihm Zeit zu verbringen. Der Polizist ist wenig begeistert und muss verschiedene Dinge mit seinem Vater klären, was sich auf seine Arbeit auswirkt.

Wir haben hier zwei Ebenen:

  • Ebene 1: die Mordermittlung

  • Ebene 2: der private Konflikt mit seinem Vater

Auf jeder Ebene geschieht etwas, die beiden Ebenen sind jedoch miteinander verbunden – hier durch den Polizisten.

Beispiel für einen mehrsträngigen Plot (nur die Prämissen):

Person A geht auf ein Konzert, in dessen Verlauf Terroristen das gesamte Publikum in seine Gewalt bringen.

Person B ist Unterhändler bei der Polizei und soll mit den Terroristen verhandeln.

Hier haben wir zwei unterschiedliche Personen, die dieselbe Begebenheit erleben – nur in unterschiedlichen Rollen. Man kann das Ganze auch variieren, indem man beispielsweise A und B zu Geißeln macht oder B zum Terroristen…die Möglichkeiten sind Grenzenlos. Wichtig ist bei mehrsträngigen Plots nur, dass sie gemeinsame Ereignisse aufweisen; hier die Gefangennahme. Man das ganze auch lockerer nehmen, wenn man zwei (oder mehr) einzelne Geschichten

schreibt und nur an einzelnen Schlüsselereignissen Berührpunkte setzt, oder aber Entscheidungen von Person A den Verlauf des Stranges von Person B beeinflussen.

Je verschachtelter man das Spielchen treibt, umso dichter und intensiver wird der Plot. Aber Achtung: Wenn man es übertreibt kann das den Leser verwirren.

Und um ein berühmtes Beispiel für einen meisterhaften mehrsträngigen Plot zu nennen: das „Lied von Eis und Feuer“ von George R.R. Martin.

 

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