Warum man Beschreibungen wie neue Fische im Aquarium behandelt

Charaktere sind gewissermaßen das Salz in der Suppe. Wir nehmen Anteil an ihrem Schicksal, zittern mit ihnen, bangen um sie, oder verfluchen sie für ihre Dummheit. Manchmal verachten wir sie, aber immer sind wir interessiert wie es mit ihnen weiter geht. Figuren dürfen nicht zu abstrakt, nicht feinstofflich sein. Der Leser braucht schon etwas handfestes. Und das möglichst schön verpackt.

Insbesondere Beschreibungen sind ein schwieriges Thema. Da wird oft alles haarklein beschrieben: vom Scheitel über die lange Nase, die vollen Lippen, die langen Arme, die kurzen Beine, bis zum abstehenden Hammerzeh. Es ist nicht sinnvoll, in ellenlange Beschreibungen zu verfallen, das ist zuviel Information. Das ist ähnlich wie bei Fischen. Wirft man Fische einfach in ein neues Aquarium ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie daran sterben, weil sie einen Schock bekommen. Bei Beschreibungen ist das genau so. Man nennt das auch „Infodump“.

Beispiel wie man es nicht machen sollte:

Maggie hatte rotes langes lockiges Haar, das ihr auf den Rücken reichte und grüne Augen. Ihr Gesicht war bedeckt von Sommersprossen, sie war schlank und eher blass, wie die meisten rothaarigen Mädchen. Sie war ca. 1,65 groß und trug schwarze Chucks und einen grünes Shirt. Zudem hatte sie eine lange Jeans an.

Besseres Beispiel:

Maggie schob sich eine rote Haarlocke hinter das blasse Ohr, sodass sie sich in die Fülle von Haaren einreihte, die ihr bis auf den Rücken reichte. „[…]“, meinte sie, „[…]“, und ihre grünen Augen blitzten bei der Vorstellung. Sie lachte, und ihre vielen Sommersprossen lachten mit. Mit ihren 1,65 wirkten die schwarzen Chucks, die sie immer trug rebellisch, wie bei einer Maus, die sich anschickt Jagen zu gehen – ganz im Gegensatz zu ihrem moosgrünen Shirt, das hervorragend zu den Augen passte. Die langen Röhrenjeans ergänzten ihren Look und betonten ihre sportlich-schlanke Figur.

Bei Beschreibungen ist es immer wichtig, die Informationen so nebenbei einfließen zu lassen. Man darf den Leser nicht mit einem Flächenbombardement aus Adjektiven und Beschreibungen in die Enge treiben, denn zum einen sind solche „Infodumps“ schrecklich zu lesen und zum anderen, pardon, stinklangweilig.

Bei Fischen macht man es übrigens so, dass man sie langsam an das neue Wasser gewöhnt, um einen osmostischen Schock zu vermeiden 😉 Dabei füllt man langsam neues Wasser in den Beutel mit dem alten Wasser um den Fisch an die neuen Verhältnisse zu gewöhnen. Das gleiche macht man mit Informationen.

Man kann Informationen wunderbar in die Handlung einfließen lassen, wie im obigen Beispiel:

Maggie schob sich eine rote Haarlocke hinter das blasse Ohr, sodass sie sich in die Fülle von Haaren einreihte, die ihr bis auf den Rücken reichte. „[…]“, meinte sie, „[…]“, und ihre grünen Augen blitzten bei

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der Vorstellung.

Auch hier sind sehr viele Informationen enthalten. Eigentlich könnte man das sogar noch ein wenig ausdünnen, aber der Deutlichkeit halber habe ich es jetzt so stehen lassen.

Praktisch ist es auch, wenn man den körperlichen Merkmalen eine Tätigkeit zuschreiben kann:

Sie lachte, und ihre vielen Sommersprossen lachten mit.

Das ist im Endeffekt einfach nur ein Stilmittel für mehr Abwechslung im Text. Das hat aber mehrere Effekte: Zum einen bekommt der Leser einen konkreten Eindruck, zum anderen werden sie Merkmale als organischer Teil der Figur wahrgenommen. Wenn ich schreiben würde „Sie lachte. Sie hatte Sommersprossen.“ würde ich eine andere Wirkung erzielen, als mit der ersten Version. Das liegt daran, dass die Sommersprossen im Einklang mit der Figur handeln. Durch die Formulierung versucht der Leser automatisch, sich diesen Sachverhalt vorzustellen und voilá – ein Bild entsteht im Kopf. Oder wie stellst du dir lachende Sommersprossen vor?

Tipp:

Mach dir ein Foto oder eine Skizze der Person und erwecke sie in deinem Kopf zum Leben. Und jedesmal, wenn du die Figur beschreiben möchtest, überlege dir, wie sie sich in diesem Moment verhalten würde. Welche Gesten würde sie zeigen, welche Mimik, wie würde sie gerade aussehen? Und dann flechte diese Impressionen organisch ein.

Die Beschreibung einer Figur muss immer organisch integriert werden, ohne einen Infodump zu verursachen – dann werden die Details auch wahrgenommen.

Wie gesagt: Wenn du den Fisch einfach ins Wasser wirfst wird er zwar schwimmen – aber wahrscheinlich mit dem Bauch nach oben.

Frohes Schaffen,

L.

???Welche Tipps für Beschreibungen gibt es noch? Hast du noch Tipps? Wie beschreibst du? 🙂

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