Warum Kontraste reizvoll sind

Ich habe neulich davon gesprochen, dass ein Kontrast durchaus reizvoll sein kann. Kontraste sind mehr als das: Sie können der Geschichte mehr Tiefe und Substanz verleihen. Ich möchte sogar so weit gehen und sagen, sie können sogar zentral sein und den Kern der Geschichte bilden.

Als Beispiel:

Stew ist ein Obdachloser, dessen Leben gescheitert ist. Durch einen Zeitungsartikel erfährt er von einem Programm der CIA, in welchem er einen Job und die Chance sieht, wieder auf die Beine zu kommen. Die CIA nimmt ihn in dem Programm an (das ethisch und moralisch verwerflich ist) und macht aus Stew einen Agenten, der sich in der High Society bewegen muss. Natürlich ist Stew (nach starkem Training) entweder überfordert oder aber der perfekte Gentleman, abhängig davon, was der Verfasser als besser empfindet. Der Kontrast hierbei ist, das Stew in seinem inneren nach wie vor der Stew ist, der unter Brücken geschlafen hat. Daraus ergeben sich natürlich interessante Konflikte, wenn er unwillkürlich das Prunkgehabe der High_Society mit seinem alten Leben vergleicht.

Das klingt doch viel interessanter als ein Barbiepüppchen, das sich in der High Society durchschlagen muss oder? Apropos Barbiepüppchen? Wie wäre es mit der umgekehrten Situation? Ein verzogenes It-Girl, dessen Vater bei Spekulationen an der Börse alles verliert: Haus, Auto, Geld? Und jetzt die finanzielle Notbremse ziehen muss?

Versuch dir so eine Dame bei McDonalds an der Kasse vorzustellen: Abermals ergeben sich spannende Konflikte.

Wir halten also fest:

Kontrast ist eigentlich fast immer gut, wenn es darum geht, eine Geschichte spannender zu machen. Ohne Abweichung von der Norm stirbt die Geschichte, denn ohne Abweichung kein Drama.

Und Drama = Leben.

Deine Meinung? :)