Wie man Spannung aufbaut

Spannung ist eigentlich so ziemlich das Wichtigste beim Schreiben. Ohne Spannung hat der Leser keinen Grund, weiterzulesen. Und wenn er keinen Grund zum weiterlesen hat, was wird er dann  machen? Richtig, das Buch zuklappen und sich etwas anderes suchen. Damit uns das nicht passiert, ein paar Grunddinge zum Thema Spannung, auch Suspense genannt. Es gibt verschiedene Arten von Spannung. Mindestens so viele nämlich, wie es Genres gibt. Thriller beispielsweise beziehen ihre Spannung daraus, ob es der Held schafft, ein Verbrechen zu verhindern, Krimis hingegen, daraus, ob der Fall aufgeklärt wird. Bei Liebesgeschichten geht es um die Frage, ob Sie/Er ihren Kerl/Frau bekommt. Wenn du genau hingesehen hast, wirst du feststellen,…

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Adjektive – Warum du tote Leichen im nassen Wasser vermeiden solltest.

Adjektive. Tolle Wörter. Und vor allem mit einer wichtigen Funktion: Sie haben die Aufgabe, Substantiven Eigenschaften zuzuschreiben. Dies kann durchaus sinnvoll sein, sofern Adjektive nicht inflationär verwendet werden. Was heißt das für uns? Das bedeutet,  ein Adjektiv sollte nur dann verwendet werden, wenn es wirklich nötig ist. Beispiel (aus der Überschrift) Warum du tote Leichen im nassen Wasser vermeiden solltest. Eine Leiche ist immer tot, das Wasser immer nass. Ohne Adjektive: Warum du Leichen im Wasser vermeiden solltest. Der Satz liest sich leichter und hat eine klare Aussage. Weitere Beispiele: Großer Hühne Kleine Maus Rotes Blut Weißer Schnee Diese Konstrunktion von Adjektiv und Substantiv nennt man übrigens Tautologie: Das Adjektiv…

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Was Schriftsteller von anderen Dienstleistern unterscheidet

Was unterscheidet einen Schriftsteller von anderen Dienstleistern? (Fast) Nichts! Wenn du ernsthaft Schriftsteller sein willst, schreib dir eines hinter die Ohren: Schriftsteller sind in erster Linie Dienstleister, die die Wünsche ihrer Kunden (also Leser) abdecken sollen. Das bedeutet im Klartext: Schriftsteller haben den Auftrag den Leser zu unterhalten – egal in welchem Genre. Sei es Fantasy, Erotik, Thriller oder Krimi. Alles hat den gleichen Grund: Der Leser wünscht, der Schriftsteller schreibt. Was Schriftsteller allerdings von anderen Dienstleistern unterscheidet – und das ist das Wichtige daran – ist die Umsetzung. Wir Schriftsteller haben den Vorteil, dass unser Werk nicht »von der Stange« ist. Wir können in jede unserer Arbeiten unsere Persönlichkeit,…

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„Die Kraft eines Buches sind die inneren Bilder des Autors“ – Ein Gastbeitrag von Susann Sontag

Susann Sontag begleitet als Therapeutin, diplomierte Ernährungsberaterin und Coach seit über 20 Jahren Menschen in Lebenskrisen und ist Gründerin des „Lebensschritte-Verlags“. Der Lebensschritte-Verlag wurde im März 2013 zunächst als Selbstverlag gegründet, jedoch bald auch für andere Autoren geöffnet. Susann ist seit 2005 als Autorin aktiv, hat bereits mit Verlagen aller Größen zusammengearbeitet; im Laufe der Jahre baute sie sich ein Netzwerk auf und gründete, als schließlich alles zusammenpasste, den Verlag, getreu der Philosophie: „Ein Buch ist sowohl ein Impulsgeber als auch ein guter Begleiter für neue Lebensschritte.“ Im Folgenden schreibt Susann von den eigenen inneren Bildern, der Kraft des Buches und der Bedeutung des Schreibens für sie selbst. Ich bedanke mich…

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Von Frodo, Grundplots und der Ersatzprobe – Wie man auf neue Ideen kommt

Interessanterweise kommen vielen Lesern die Plots diverser Romane vage bekannt vor. Zumindest, wenn sie zwei Romane des gleichen Genres hintereinander lesen. Manche Leser erwarten das sogar: Was wäre ein Thriller ohne Psychopath? Ein Krimi ohne Täter und Verbrecherjagd? Richtig – nicht lesenswert. Trotz der Vielfalt an Genres sind die meisten Texte von der Grundidee gleich. In seinem Buch „The Seven Basic Plots: Why We Tell Stories“ erklärt Chistopher Hooker dies genauer: Er geht davon aus, dass es genau sieben Grundgeschichten gibt. 1 – [wo]man vs. nature 2 – [wo]man vs. man 3 – [wo]man vs. the environment 4 – [wo]man vs. machines/technology 5 – [wo]man vs. the supernatural 6 –…

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„Brot und Spiele“ – Was man von Cäsaren lernen kann

Es gibt viele Autoren, die Angst vor dem Veröffentlichen haben. Behaupte ich jetzt mal einfach so. Es gehört schon Überwindung dazu, sein Werk einem (doch äußerst) kritischen Publikum zum Fraß vorzuwerfen. Diese Behauptung stelle ich ebenfalls einfach so in den Raum. Warum ich zu diesem Schluss komme? Ganz einfach, weil es stimmt. Jeder (ernsthafte) Autor stellt Ansprüche an sein Werk, die ungleich höher sind als die des Publikums; dabei gilt eine ganz einfache Devise: „Brot und Spiele“. Wer sich die Kriminalschiene ausgesucht hat, sollte erstmal solide Krimis schreiben – wer mit fantastischen Geschichten begeistern will, der ist im Fantasybereich am besten aufgehoben. Experimentieren kann man später immer noch. Zu hoch…

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Wissen ist Macht

„Wissen ist Macht“, ist eine vielbenutzte Redewendung im Deutschen. Sie trifft meiner Meinung nach eine Kernkompetenz des Schreibens: Ein breit gefächertes Allgemeinwissen ist unerlässlich. Warum? Eine Geschichte ist für gewöhnlich realitätsnah gehalten (abgesehen von Ausnahmen im Fantasy und Science-Fiction- Bereich). Das heißt für uns als Schriftsteller, dass wir ein gewisses Wissen benötigen, um diese Realität glaubhaft darzustellen. Beispiel: Unser Held ist in seinem Haus an den Strom angeschlossen. Wenn irgendjemand im Haus das Licht einschaltet, fahren 230 Volt durch den Körper unseres Protagonisten. Er wird folglich sterben. Der Bösewicht hat jedoch einen Fehler gemacht: die Leitungen sind abisoliert, der Draht hat also keinen Kontakt mit dem Körper. Was hat das…

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