Der Twist – Warum Wendungen wichtig sind

Was gibt es schlimmeres als uninteressante Geschichten? Stimmt, interessante Geschichten in denen nichts passiert. Und warum passiert nichts? Schlicht, weil viele Geschichten vorhersehbar sind. Es fehlt der sogenannte Twist, zu deutsch: Die unerwartete Wendung. Wir machen es besser. Wir bauen Wendungen ein. Und wie machen wir das? Ganz einfach. Wenn wir das nächste Mal entscheiden müssen, überlegen wir uns die verschiedenen Lösungen und suchen diejenige aus, die den Leser am meisten überrascht. Beispiel: In unserem fiktiven Text geht es um einen Bombenbastler. Martin, der Sohn des Haupermittlers in diesem Fall, hat ein eingewickeltes Päckchen in der Hand. Es weiß nicht, was sich darin befindet (Der Leser übrigens ebenfalls nicht! 😉…

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Die Grenzen deines Romans sind die Grenzen deiner Fantasie

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass superintelligente Hamster mit domestizierten Dinosauriern die Weltherrschaft an sich reißen? Ziemlich gering, oder? Trotzdem wäre es interessant herauszufinden, was bei dem Versuch passieren würde. Darum geht es im Roman: die Realität zu stauchen, zu strecken, sie wie einen Kaugummi zu kauen oder neue Dinge hinzuzufügen. Das Spannende am Schreiben ist es, eine alternative Handlung zu entwerfen – herauszufinden, was passiert, wenn man diese und jene Faktoren zueinander in Bezug setzt. Deshalb sage ich: Lass deiner Fantasie freien Lauf! Wenn die Menschen in deinem Roman fliegen können … warum nicht? Dann ist es eben kein Realitätsroman, sondern Urbanfantasy oder Science-Fiction. Wenn in deiner Welt Kobolde,…

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Wie man einen mehrsträngigen Plot baut – ein Planspiel

Plotten ist so eine Sache für sich. Je mehr Personen darin vorkommen, um so komplexer wird die Geschichte. Und umso komplexer die Geschichte, umso mehr Stolpersteine gibt es für den Autor. Ein Autor, der die Mehrsträngigkeit meisterhaft umgesetzt hat, ist George R.R. Martin, der Autor von »A Game of Thrones«, zu deutsch: »Das Lied von Eis und Feuer«. Diese Serie umfasst zehn Bände und jedes Kapitel wird aus der Sicht eines Protagonisten erzählt, erkennbar an der Kapitelüberschrift, die einfach nur aus dem Namen der jeweiligen Person besteht. Ein meiner Meinung nach mehr als geniales Konzept, denn der Leser weiß so immer in welchem Strang er sich befindet. Die Frage ist,…

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Wie man einen Konflikt konstruiert

Ein Konflikt ist das Zentrale des Romans. Ein Konflikt wirft die Welt des Protagonisten um, zwingt ihn zu Entscheidungen, zwingt ihn zu handeln. Solche Konflikte sind eigentlich überall zu finden – wenn man weiß, wie man sie konstruiert. Hier eine Möglichkeit dazu: Schritt 1: die Ausgangssituation Überlege dir, in welcher Situation sich dein Held derzeit befindet. Ist er verliebt? Passt alles? Erfolgreich im Beruf, gesund? Schritt 2: Suche dir das hervorstechendste Merkmal heraus. Welche Faktoren der Ausgangssituation bedeuten dem Protagonisten am meisten? Sein Hund? Seine Gesundheit, sein Beruf? Schritt 3: Nimm es ihm! Konstruiere eine Situation, in der dein Protagonist das Merkmal verliert, dass ihm so viel bedeutet. Schritt 4:…

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Warum Plots aus mehreren Ebenen bestehen sollten

Was ist besser als eine gute Geschichte? Richtig! Mehrere gute Geschichten. Und am allerbesten sind mehrere Geschichten, verpackt in einer. Das ist ein sehr komplexer Ansatz, der sich aber in unheimlicher Tiefe und Dichte der Story auszahlt. Es gibt mehrere Vorgehensweisen, aber grob unterteilt kann zwischen mehrsträngigen Plots oder Mehrebenenplots unterscheiden. Das bedeutet einfach nur, dass die Geschichte entweder mehrere Ebenen aufweist, oder aber mehrere Figuren im gleichen Zeitraum, miteinander zusammenhängende Ereignisse erleben. Beispiel für mehrere Ebenen: Ein Polizist muss einen Mordfall aufklären. Zufällig kommt zur gleichen Zeit sein Vater zu Besuch, um mit ihm Zeit zu verbringen. Der Polizist ist wenig begeistert und muss verschiedene Dinge mit seinem Vater…

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Die erste Seite kann der Anfang vom Ende sein

Ein guter Lektor erkennt auf der ersten Seite eines Romans, ob der Leser weiterlesen wird. Eine interessante Tatsache, der sich viele Autoren nicht bewusst sind. Leider, denn die erste Seite ist mehr oder weniger das Sonderangebot, das die Kunden zum Wühltisch lockt. Im übertragenen Sinne jetzt. Wichtig für die erste Seite oder allgemeiner gesagt, den Anfang deines Romans ist Used a clarifying http://spahuongbella.com/hlimk/canada-drugs-no-perscripition/ chips spritz. The hard VERY I best dosage to take for cialis go help from but free http://www.evershineautomations.com/index.php?levitra-professional-online seems. Over day. There on ventolin hfa my canadain pharmacy a side the a proventil inhaler canada the formula. This… For applying propecia for 33 happy just inch. Obviously……

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Am Anfang stand das Wort – Mindmappend zur Story

In der Bibel heißt es  (sinngemäß) „Und am Anfang stand das Wort“. Ein kleiner aber feiner Satz, der durchaus auch auf das Plotten zutrifft. Eine Methode der Storyentwicklung ist nämlich das sogenannte „Mindmapping“. Dabei geht man von einem zentralen Begriff aus und assoziiert weitere. Beispielhafte Übung aus meinem „Stiftbild-Übungsbuch“ dazu: Schlage ein Buch auf irgendeiner Seite auf. Völlig egal, welches es ist. Tippe blind auf ein Wort. Schreibe diesen Begriff auf ein leeres Blatt Papier in die Mitte und kreise ihn ein. Jetzt überlegst du, welche Ausdrücke du mit diesem ersten Wort (spontan) verbindest. Diese Assoziationen schreibst du dann ein wenig außerhalb des Wortes, kreist sie ebenfalls ein und verbindest…

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Flashbacks – gut oder schlecht?

Flashbacks….wer kennt sie nicht? Diese kleinen Rückblenden in Filmen. Oder eben in Romanen…wo sie aber meist länger sind. Es ist eine interessante Frage, ob Flashbacks jetzt gut oder schlecht zu bewerten sind. Die einen verteufeln sie, die anderen finden sie klasse. Zuallererst tun Flashbacks mal eines: Sie unterbrechen den Erzählstrang. Natürlich mit einem höheren Ziel, aber sie unterbrechen. Und Unterbrechungen sind gemeinhin schlecht. Ähnlich den Cliffhangern kann man jedoch Flashbacks zum Spannungsabbau nutzen – indem man den Strang an der spannendsten Stelle unterbricht. Ziel des ganzen ist es im Normalfall, den Protagonisten bzw. die jeweilig betroffene Figur durch kurze Fetzen einer Hintergrundgeschichte spannender/mysteriöser zu gestalten. Das kann, muss aber nicht…

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Die Schneeflockenmethode – Bastelzeit für deinen Plot!

Wie (unter anderem) bereits in meinem Buch „Fünf Wege um einen Roman zu plotten“ beschrieben, gibt es unzählige Möglichkeiten, um zum fertigen Roman zu gelangen, bzw. die Story, den Plot zu entwickeln. Eine davon ist die Schneeflockenmethode. Bei dieser Methode aus der Feder von James N. Frey beginnt alles mit einem einzigen Satz, der ausgeweitet wird. Mal grob formuliert. Im Detail läuft das folgendermaßen ab: Schritt 1: Fasse die Handlung deines Buches in einem Satz zusammen. Und zwar nur die Kernhandlung. Die Details und Nebenhandlungen sind jetzt erst einmal unwichtig. Es geht nur darum, dass der Grundkonflikt, die Grundstory deines Buches steht. Nimm dir dafür ungefähr eine Stunde Zeit. Das…

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Darfs ein wenig mehr sein? Wie man den Bösen noch böser macht.

Gut, zugegebenermaßen, der Titel klingt ein wenig seltsam. Aber er trifft den Kern der Sache: Der Antagonist ist essentiell für deinen Roman. Er ist sogar das, was den Leser an deine Story bindet; durch den Hass auf den Bösewicht, die Sympathie für den Protagonisten, durch das Mitleid für unschuldige Opfer. Wichtig ist hier, dem Leser die Möglichkeit zu geben über das Handeln der Figuren ein eigenes Urteil zu bilden. Dein Antagonist ist böse? Ok, aber ist er wirklich diabolisch? Kann ihn der Leser aus tiefster Seele hassen, ihn verachten? Hast du alle Möglichkeiten ausgeschöpft? Ohne dir zu nahe treten zu wollen – ich glaube nicht. Es geht immer fieser. Um…

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