Warum Ungewöhnliches in Texten oft am besten funktioniert

Es gibt Unmengen von Geschichten auf dem Buchmarkt. Wirkliche Massen. Kein Scherz. Es gibt also diese Mengen an Standardbüchern. Und dann gibt es noch Bücher, die sich abheben und kometenhaft die Bestsellerliste stürmen und einen nicht loslassen, einen fesseln. Ich will die „gewöhnlichen“ Bücher nicht schlecht machen, keinesfalls! Viele sind hervorragend geschrieben und bieten wunderbaren Lesegenuss. Aber sie spielen in einer anderen Liga. Warum? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir unser Leseverhalten analysieren. Warum und was lesen wir? Die meisten Menschen lesen, weil sie der Realität entfliehen wollen. Sei es auf dem Planeten Blingtron 200 in der Klongesellschaft  Gruf oder im Mittelalter mit den Abenteuern des Ritters Sir Edward…

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Buch zu, Held tot – Die Tragödie als Stilform

Die alten Griechen waren erfinderisch. Neben der Demokratie, einigen naturwissenschaftlichen Entdeckungen und philosophischen Weltanschauungen waren sie auch sehr aktiv, was Literatur betrifft. Klassisch kennzeichnend für die antike griechische Literatur sind die Heldenepen um Odysseus und Co, sprich Dramen. Aber die Griechen fuhren noch schwerere Geschütze auf: Sie unterteilten das Drama in Komödie und Tragödie. Die Tragödie funktioniert eigentlich genauso wie eine normale Story: Ab dem Punkt, an dem der Held in Schwierigkeiten gerät, geht es bergab für ihn. Und zwar kontinuierlich. Das kann, muss aber nicht, oftmals mit dem Tod des Protagonisten enden, selbst wenn die Geschichte an sich gut ausgeht. Irgendein anderes negatives Ereignis tut es auch. Der Unterschied…

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