Ich Babo, du nix – Slang im Roman

Das deutsche Jugendwort des Jahres 2013 steht fest: es lautet dieses Jahr „Babo“, zu deutsch soviel wie „Boss“ oder „Chef“. Ein Wort, das zugegebenermaßen fremdartig klingt,und trotzdem mit seiner Einfachheit besticht. Ein Grund, warum es sich im Jugendslang durchgesetzt hat. Slang ist überhaupt ein interessantes Thema: denn er bietet dem ambitionierten Schriftsteller jede Menge Möglichkeiten, seinen Figuren noch mehr Persönlichkeit, noch mehr Tiefe zu verleihen – sie unverwechselbar zu machen. Prinzipiell ist Slang eine gute Sache – zumindest im Roman. Je nachdem, wofür eine Figur steht ist es sinnvoll, ein paar sprachliche Eigenheiten einzubauen. Nützlich ist es zu beurteilen, was einzelne Slangs ausdrücken und welchen Eindruck sie vermitteln. Auch müssen…

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Warum man Beschreibungen wie neue Fische im Aquarium behandelt

Charaktere sind gewissermaßen das Salz in der Suppe. Wir nehmen Anteil an ihrem Schicksal, zittern mit ihnen, bangen um sie, oder verfluchen sie für ihre Dummheit. Manchmal verachten wir sie, aber immer sind wir interessiert wie es mit ihnen weiter geht. Figuren dürfen nicht zu abstrakt, nicht feinstofflich sein. Der Leser braucht schon etwas handfestes. Und das möglichst schön verpackt. Insbesondere Beschreibungen sind ein schwieriges Thema. Da wird oft alles haarklein beschrieben: vom Scheitel über die lange Nase, die vollen Lippen, die langen Arme, die kurzen Beine, bis zum abstehenden Hammerzeh. Es ist nicht sinnvoll, in ellenlange Beschreibungen zu verfallen, das ist zuviel Information. Das ist ähnlich wie bei Fischen.…

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Emotional flexibel – immer wenn der Leser hungrig ist, wird er zur Diva.

Wer kennt die Werbung für einen bekannten Schokoriegel nicht? Folgende Situation: Ein paar Männer nach dem Sport beim Umziehen in der Kabine. Einer wird mit Socken beworfen und angewiesen den Mund zu halten – von niemand geringeren als einer bekannten US-Schauspielerin. Darauhin bekommt sie mit den Worten „Immer wenn du hungrig wirst, wirst du zur Diva.“ einen Schokoriegel von den anderen, und schwupps, die Dame verwandelt sich in einen der Freunde. Auf Nachfrage geht es dem Kumpel nach dem Schokoriegel ergeblich besser. Abgerundet wird der kleine Film durch den Slogan „Du bist nicht du, wenn du hungrig bist.“ Ein interessanter Spot, nicht nur aus Werbesicht betrachtet; auch als Schriftsteller kann…

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Der Dreikomponentenkleber für deinen Charakter.

Letztes mal haben wir uns damit beschäftigt, wie man an aus einem „Hans Mustermann“-Charakter eine bessere Figur macht. Diese Prinzip wollen wir uns heute genauer betrachten; und zwar, wie man einen Charakter nach dem „Dreischritt“ formt: Wir müssen uns bewusst machen, dass wir unseren Charakter an drei Eckpunkten festmachen müssen. Zum einen die körperliche Komponente, zum zweiten der soziale Stand, und zum dritten die psychologische Ebene. Zur körperlichen Ebene gehört alles, was man von außen wahrnehmen kann. also wie der Charakter aussieht, welches Geschlecht er hat, ob er Asiate, Afrikaner oder Kaukasier ist, welche Körperhaltung unser Charakter einnimmt, Stimmlage/klang, usw. Der soziale Stand legt fest, in welches Millieu unsere Figur…

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Von Namen und ihrer Wirkung

Wenn man schreibt benötigt man zwangsweise Namen für seine Personen, sofern es keine Kurzgeschichten sind. Doch einige Dinge gilt es bei der Namenswahl zu beachten. Zum einen muss der Name zur Persönlichkeit des Charakters passen! Beispiel: 1. Die 14-jährige Edeltraud ist sehr modebewusst und will Model werden. 2. Die 14-jährige Emma ist sehr modebewusst und will Model werden. Welchen Namen würdest du eher für eine 14-jährige Protagonistin verwenden? Tipp: Emma passt einfach besser, wenn wir von einem Werk im Jahr 2013 ausgehen 😉 Eine zweite interessante Sache ist, dass man mit Namen zugleich Eigenschaften beschreiben kann. Folglich muss man sich überlegen wie man seine Figuren nennt. Muss man nicht, wird…

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