Aktiv ist besser als passiv – Wie du den Leser mitreisst

Eine Geschichte lebt davon, Illusionen zu erzeugen. Je besser die Illusion, umso stärker wird der Leser in den Text hineingezogen. Ein Mittel, wie man das erreichen kann, ist den Aktiv zu verwenden. Aktiv bedeutet, dass wirklich etwas passiert, während im Passiv lediglich beschrieben wird. Beispiel: Harry kocht eine vergiftete Suppe. (Aktiv) Die vergiftete Suppe wird von Harry gekocht (Passiv) Man sieht an diesem Beispiel ganz deutlich, dass sich der Sinn und die Dynamik des Satzes ändern. Wenden wir das ganze auf einen Text an: Aktiv Als Harrys Opfer die vergiftete Suppe aß, starb es augenblicklich. Passiv Als die vergiftete Suppe von Harrys Opfer gegessen wurde, ist es augenblicklich gestorben. Der…

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Warum man Beschreibungen wie neue Fische im Aquarium behandelt

Charaktere sind gewissermaßen das Salz in der Suppe. Wir nehmen Anteil an ihrem Schicksal, zittern mit ihnen, bangen um sie, oder verfluchen sie für ihre Dummheit. Manchmal verachten wir sie, aber immer sind wir interessiert wie es mit ihnen weiter geht. Figuren dürfen nicht zu abstrakt, nicht feinstofflich sein. Der Leser braucht schon etwas handfestes. Und das möglichst schön verpackt. Insbesondere Beschreibungen sind ein schwieriges Thema. Da wird oft alles haarklein beschrieben: vom Scheitel über die lange Nase, die vollen Lippen, die langen Arme, die kurzen Beine, bis zum abstehenden Hammerzeh. Es ist nicht sinnvoll, in ellenlange Beschreibungen zu verfallen, das ist zuviel Information. Das ist ähnlich wie bei Fischen.…

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