Adjektive – Warum du tote Leichen im nassen Wasser vermeiden solltest.

Adjektive. Tolle Wörter. Und vor allem mit einer wichtigen Funktion: Sie haben die Aufgabe, Substantiven Eigenschaften zuzuschreiben. Dies kann durchaus sinnvoll sein, sofern Adjektive nicht inflationär verwendet werden. Was heißt das für uns? Das bedeutet,  ein Adjektiv sollte nur dann verwendet werden, wenn es wirklich nötig ist. Beispiel (aus der Überschrift) Warum du tote Leichen im nassen Wasser vermeiden solltest. Eine Leiche ist immer tot, das Wasser immer nass. Ohne Adjektive: Warum du Leichen im Wasser vermeiden solltest. Der Satz liest sich leichter und hat eine klare Aussage. Weitere Beispiele: Großer Hühne Kleine Maus Rotes Blut Weißer Schnee Diese Konstrunktion von Adjektiv und Substantiv nennt man übrigens Tautologie: Das Adjektiv…

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Warum man Beschreibungen wie neue Fische im Aquarium behandelt

Charaktere sind gewissermaßen das Salz in der Suppe. Wir nehmen Anteil an ihrem Schicksal, zittern mit ihnen, bangen um sie, oder verfluchen sie für ihre Dummheit. Manchmal verachten wir sie, aber immer sind wir interessiert wie es mit ihnen weiter geht. Figuren dürfen nicht zu abstrakt, nicht feinstofflich sein. Der Leser braucht schon etwas handfestes. Und das möglichst schön verpackt. Insbesondere Beschreibungen sind ein schwieriges Thema. Da wird oft alles haarklein beschrieben: vom Scheitel über die lange Nase, die vollen Lippen, die langen Arme, die kurzen Beine, bis zum abstehenden Hammerzeh. Es ist nicht sinnvoll, in ellenlange Beschreibungen zu verfallen, das ist zuviel Information. Das ist ähnlich wie bei Fischen.…

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