So wirfst du den Computer im Kopf an!

Oftmals hat man eine konkrete Idee zu einer Story. Sei es ein Charakter, eine Szene, vielleicht ein Thema.
Der Punkt ist, es ist nur eine einzelne Idee.

Ein Roman ist eine riesige Sammlung davon.

Und so kreativ man auch ist; unweigerlich kommt jeder irgendwann an den Punkt, wo ihm nichts mehr einfällt.
Schriftsteller entwickeln dann die komischsten Marotten.

Kleine Anekdote:

Als George Lucas bei seiner Story zu „Star Wars“ nicht weiterkam riss er sich die Haare aus, und zwar einzeln. Er ist der festen Überzeugung es hat geholfen.

Damit du deiner Kopfbedeckung nicht zuleibe rücken musst, ein Tipp.

Nimm die Szene oder den Zustand, den Charakter als Mittelpunkt einer dreiteiligen Geschichte.
Am besten bestehend aus drei Sätzen.

Beispiel einer spontanen Idee von mir gerade eben:

Der Ork wusste nicht so recht, was er mit dem rosa Tütü anfangen sollte und betrachtete es misstrauisch.

Und jetzt überlegen wir: Was muss davor passiert sein und was passiert anschließend?

Möglichkeiten für vorzeitiges Geschehen:

-Er will nicht kämpfen, sondern tanzen, muss es jedoch erst lernen

-Der Ork hält sich durch einen Zauber für einen Elfen (die ja bekanntlich großartige Tänzer sind)

-Er hat eine Wette mit seinen Kriegerkumpels verloren

– unzählige weitere, die mir jetzt einfallen würden.

Ich entscheide mich hier für die Idee mit der Wette:

1. Der Ork hat eine Wette mit seinen Kumpels verloren, deshalb muss er Ballettstunden nehmen.
2. Ihm behagt die Sache überhaupt nicht.

Möglichkeiten wohin die Geschichte führen könnte:

-Er versucht sich rauszureden

-Er tötet seine Freunde um die Schmach zu vermeiden

-Er findet Gefallen am Tanzen und hängt sein Kriegerdasein an den Nagel.

-wieder ein ganzer Haufen weitere Möglichkeiten 😉

Zusammengesetzt sieht das ganze dann so aus:

1. Der Ork hat eine Wette mit seinen Kumpels verloren, deshalb muss er Ballettstunden nehmen.
2. Ihm behagt die Sache überhaupt nicht.
3. Schließlich findet er Gefallen daran.

Und jetzt kommst du bestimmts ins Rattern: „Wie geht’s weiter?“.
Ganz einfach: Ursache-Wirkung.
Jedes Ereignis hat eine Wirkung und jede Wirkung einen Auslöser.
Man muss nur so flexibel sein und die Elemente entsprechend umstrukturieren.
Das heißt: Wer schreibt dir vor, dass eine bestimmte Situation unbedingt der Aufhänger sein muss? Oder der Schluss?

Man kann dieses Prinzip natürlich auf Romanlänge ausweiten. Je genauer man dabei ist, je tiefer man geht, umso detaillierter ist das Endergebnis. Drei Zeilen habe ich hier zur kurzen Verdeutlichung gewählt. Es können auch 20 oder 50 sein, abhängig davon, wie akribisch du arbeitest und auf welche Länge der Geschichte du dich beziehst.

Drei sind lediglich das Minimum: Anfang, Mittelteil, Schluss.

Ich empfehle allerdings zuerst einen roten Faden zu erstellen und dann zu den einzelnen Schlüsselereignissen zu überlegen, sodass man am Schluss des Prozesses die markanten Punkte vor sich sieht: wie sie entstanden sind und wohin sie sich entwickeln.

??? Wie plottest du?(falls du plottest 😉 ) Verwendest du ein ähnliches System? Hinterlasse einen Kommentar! 🙂

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