Flashbacks – gut oder schlecht?

Flashbacks….wer kennt sie nicht? Diese kleinen Rückblenden in Filmen. Oder eben in Romanen…wo sie aber meist länger sind. Es ist eine interessante Frage, ob Flashbacks jetzt gut oder schlecht zu bewerten sind. Die einen verteufeln sie, die anderen finden sie klasse.

Zuallererst tun Flashbacks mal eines: Sie unterbrechen den Erzählstrang. Natürlich mit einem höheren Ziel, aber sie unterbrechen. Und Unterbrechungen sind gemeinhin schlecht. Ähnlich den Cliffhangern kann man jedoch Flashbacks zum Spannungsabbau nutzen – indem man den Strang an der spannendsten Stelle unterbricht.

Ziel des ganzen ist es im Normalfall, den Protagonisten bzw. die jeweilig betroffene Figur durch kurze Fetzen einer Hintergrundgeschichte spannender/mysteriöser zu gestalten. Das kann, muss aber nicht gut sein. Denn Flashbacks wirken nur, wenn der sie entweder interessant genug sind, oder aber nicht allzuhäufig auftreten (aber genug Informationen zum Grübeln lassen).

Wir können also hier schon einmal festhalten: Flashback können gut sein, wenn es eine faszinierende Hintergrundgeschichte gibt, die Einfluss auf die Gegenwart hat. Man könnte den Flashback z.B. dazu nutzen, die Motivation einer Figur zu erklären oder Zusammenhänge anzudeuten, auf die der Leser selbst kommen soll. Beide Verwendungsmöglichkeiten haben etwas für sich, müssen aber wie vorhin schon genannt mit Bedacht verwendet werden.

Auf der anderen Seite können Flashbacks den Leser aber auch aus seiner Illusion reißen und den Zusammenhang der Geschichte auseinander reißen. Insbesondere bei längeren Flashbacks ist das sehr gefährlich.

Tipp: Flashbacks als Kurzgeschichte schreiben, aufteilen und in den einzelnen Kapiteln die jeweils passenden Szenen verteilen.

So vermindert man die Gefahr, Flashbacks mit ungewollten Lücken einzubauen. Sind die Lücken jedoch gewollt, ist es etwas anderes 😉 Eine große Gefahr ist es, sich bei der Formulierung des Flashbacks zu „verrennen“, d.h. zuviel Information freizugeben. Dann bekommen wir einen Infodump und der Leser einen Wutanfall.

Deshalb lieber sparsam mit Flashbacks umgehen.



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Frohes Schaffen,

L.

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One Thought to “Flashbacks – gut oder schlecht?”

  1. Ich verwende Rückblenden sehr gerne und setze sie auch oft als Stilmittel ein z.B. „A“ erzählt „B“ und „C“ etwas oder „D“ träumt von etwas etc.

    Herzliche Grüße

    Andrea

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