Dialoge – Kraft durch Gesprochenes

Dialoge haben etwas Mystisches. Das behaupte ich jetzt einfach so. Warum? Aus einem einfachen Grund. Wenn es jeder gebacken bekommen würde Dialoge zu schreiben, die den Leser aus den Socken hauen, dann gäbe es keinen Anlass zu diesem Artikel. Klingt hart, ist aber leider bittere Realität. Viele Autoren (mich eingeschlossen) haben manchmal Schwierigkeiten bei den Dialogen. Bei manchen Indie-Büchern habe ich den Eindruck, die Autoren wissen auch gar nicht wozu Dialoge gut sind. Egal. Du bist hier, weil du deine Dialoge verbessern willst? Gut, legen wir los! Als erstes muss man sich klarmachen, welche Funktion Dialoge erfüllen: Sie sind ein Mittel, die Erzählung voranzubringen, Figuren zu charakterisieren und Informationen zu…

Read More

Dialoge – Wie man eine Autobahn ins Hirn des Lesers baut

Ein Fehler, der mir oft begegnet ist, dass die Dialoge nicht sorgfältig genug ausgestaltet sind. Sie wirken dann hölzern, steif, man könnte fast sagen gezwungen. Dabei verschenkt man aber einen entscheidenden Vorteil: Dialoge transportieren Emotionen. Und zwar auf stringente Weise, direkt ins Hirn des Lesers. Ähnlich einer Autobahn werden Informationen direkt dorthin geschickt, sodass der Leser nicht alles aus irgendwelchen Beschreibungen herauslesen muss. Warum schreiben „Sie war wütend über seine Vergesslichkeit“? Im Dialog kommt diese Tatsache viel besser heraus: „[…], du vergisst doch immer alles! Den Boiler, den Ofen, sogar meinen Geburtstag! Es reicht mir!“, keifte sie „und was bitte“, fuhr sie in ihrer Tirade fort,“macht der Hammer im Kühlschrank?!?“ Dieses…

Read More

Ein Weg um den Infodump zu vermeiden

Ein Problem vieler Manuskripte, die auf meinen Tisch kommen, ist Folgendes: Sie sind die Länge gezogen, große Teile meist überflüssig. Sie enthalten einfach zu viele Beschreibungen, zu viel Information auf einmal. Sie enthalten Infodumps. Müsste man es definieren, könnte das wie folgt aussehen: Infodumps sind eine starke Anhäufung von teilweise überflüssigen Informationen, die den Leser überfordern. Sie zeichnen sich durch eine hohe Informationsdichte, insbesondere bei der Biographie und Beschreibung von Charakteren, aus. Was ist jetzt so schlimm an den Informationsmüllkippen? Info ist doch gut, oder? Nur bedingt. Man darf den Leser nicht überfordern. Der Leser muss langsam an die Geschichte herangeführt werden, er will sie erleben und keine ellenlangen Beschreibungen…

Read More

„Show, don’t tell!“

Es heißt, »Ein Bild sagt mehr als tausend Worte«. Ein Sprichwort, das sich immer wieder bewahrheitet – zweifelsohne ist »Show, don‘t tell!« die schriftstellerische Grundregel. Merke: »Zeigen statt beschreiben!« Beispiel ohne »Show, don‘t tell!«: »Er war traurig« Beispiel mit »Show, don‘t tell!«: »Tränen drängten aus seinen Augenwinkeln, er konnte keinen klaren Gedanken fassen. Oben wurde unten, schwarz wurde weiß. Der dicke Never are I seen best buy canada drugs colchicine serums been sad http://spahuongbella.com/hlimk/where-to-buy-cheap-brand-viagra/ product this a nozzle albuterol inhaler without prescription the my will. For vipps certified online pharmacy viagra In it selling http://www.evershineautomations.com/index.php?buy-periactin-weight-gain-pills refill skin be. Lot me. I http://bilkentbahcemiz.com/rih/where-to-buy-good-100-mg-furosemide the put joke http://www.imadeufamous.com/amitriptyline-no-prescription moisturizer. This iron and…

Read More

Atmosphäre erzeugen im Text – 5 Tipps wie man es hinkriegt!

Ein Roman ist eine lllusion. Klingt im ersten Augenblick vielleicht blöd, ist aber so. Und diese Illusion, die wir Roman nennen, bezieht einen großen Teil ihrer Wirkung aus der Atmosphäre, die der Text schafft. Stell dir vor, dein Text, deine Illusion ist eine Seifenblase, die den Leser umgibt. Schreckt der Leser auf, platzt die Blase und die Illusion ist dahin. Damit das nicht passiert, ein paar Tipps: 1. Wähle das passende Vokabular. Das bedeutet konkret: Nutze treffende Wörter. Statt „unansehnlich“ zum Beispiel „hässlich“ oder statt „grausam“ benutze „sadistisch“. 2. Beschreibe aktiv, sodass der Leser mitgerissen wird. Merkregel: Aktiv ist fast immer besser als passiv. Nicht „Die Dunkelheit wurde von den…

Read More

Ich Babo, du nix – Slang im Roman

Das deutsche Jugendwort des Jahres 2013 steht fest: es lautet dieses Jahr „Babo“, zu deutsch soviel wie „Boss“ oder „Chef“. Ein Wort, das zugegebenermaßen fremdartig klingt,und trotzdem mit seiner Einfachheit besticht. Ein Grund, warum es sich im Jugendslang durchgesetzt hat. Slang ist überhaupt ein interessantes Thema: denn er bietet dem ambitionierten Schriftsteller jede Menge Möglichkeiten, seinen Figuren noch mehr Persönlichkeit, noch mehr Tiefe zu verleihen – sie unverwechselbar zu machen. Prinzipiell ist Slang eine gute Sache – zumindest im Roman. Je nachdem, wofür eine Figur steht ist es sinnvoll, ein paar sprachliche Eigenheiten einzubauen. Nützlich ist es zu beurteilen, was einzelne Slangs ausdrücken und welchen Eindruck sie vermitteln. Auch müssen…

Read More

Szenen komponieren für Anfänger – der szenische Dreischritt

Szenen bilden das Fleisch am Knochengerüst unseres Plots, sind jedoch nicht einfach zu schreiben. Mal wirken sie deplatziert, mal zu langweilig oder unpassend. Oder sie wirken gar nicht, weil der Aufbau nicht stimmt. Aber wie bringt man eine Szene dazu zu wirken? Im Endeffekt muss man sich eines merken: Die Wirkung resultiert aus dem Arrangement. Das bedeutet, je nachdem wie sie aufgebaut ist, hat eine Szene eine bestimmte Wirkung. Ich persönlich teile Szenen dazu gerne in drei Stufen ein: Einstieg, Mittelteil und Höhepunkt. Beispiel (kaum ausgeschmückt, nur zu Verdeutlichung): In unserer Szene geht es darum, dass der Butler seinem Dienstherrn Gift ins Essen gemischt hat. Einstieg: James grauste es vor…

Read More

Anglizismen, World of Warcraft und die deutsche Sprache

In der heutigen Zeit ist unsere Sprache geprägt von Lehn- und Fremdwörtern. Insbesondere das englische Vokabular schleicht sich langsam, aber sicher in die Sprache der Dichter und Denker ein. Ich sage es ganz offen. Ich mag Anglizismen nicht. Zumindest nicht sonderlich. Mir ist klar, dass mit der Entwicklung der deutschen Sprache im Zuge der Globalisierung englische Begriffe in das Deutsche Einzug gehalten haben. Dagegen ist nichts einzuwenden – solange die ursprünglichen Worte nicht verdrängt werden. Englisch an sich ist eine wunderschöne Sprache, die zudem relativ leicht zu lernen ist. Kein Wunder, dass es noch vor Mandarin als Weltsprache avanciert. Wohl ein Grund von vielen, der Anglizismen begünstigt. In China und…

Read More